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HOCHSCHUL-AUSBILDUNG 16.10.2003
Mediumspezifisch vs. crossmedial (1)
Von Email an Martin Goy sendenMartin Goy Druckversion dieses Artikels im neuen Fenster öffnen

Eine Untersuchung zeigt: Das online-spezifische Angebot an deutschen Hochschulen ist eher theorieorientiert und stark von Studiengang und einzelnen Dozenten abhängig. Überraschend: Die praxisorientieren Journalistikstudiengänge bieten weniger online-journalistische Angebote als die Institute für Kommunikationswissenschaft und Publizistik.

Lediglich 20 Prozent aller Veranstaltungen haben der Studie zufolge einen Online-Bezug. (Bild: Arjen Jonas)

Echte Surfer nennen es "Kabbelung": kurze, durcheinander laufende Wellen, die durch Strömungen, widrige Winde oder Hindernisse auf dem Untergrund entstehen. So ließe sich auch die Ausbildungssituation für den Online-Journalismus beschreiben.

Unruhe bringt hier vor allem die Entwicklung der online-journalistischen Praxis: Angesichts des konjunkturellen Gegenwinds ist fraglich, ob und wann die von Larry Pryor, Herausgeber des [externer Link]Online Journalism Review, für den amerikanischen Medienmarkt ausgerufene [externer Link]Welle eines breitbandbasierten und tatsächlich interaktiven Online-Journalismus das deutsche Netz erfasst.

Konjunkturabhängig sind vor allem die Aus- und Weiterbildungsangebote privater Schulen und Akademien sowie die Online-Volontariate. Letztere stagnieren zusätzlich, weil die Muttermedien zunehmend crossmedial ausbilden.

Auch wer sich an Universitäten und Fachhochschulen für den Online-Journalismus ausbilden lassen will, muss aufpassen, dass er die verschiedenen Strömungen im Auge behält: Die Angebote reichen von vereinzelten online-spezifischen Veranstaltungen bis hin zur [interner Link]Einführung eines neuen Studiengangs "Online-Journalismus" an der [externer Link]FH Darmstadt.

Seit April 2002 untersuchen Journalistik-Studenten der Universität Hamburg, wie die Journalistenausbildung an den deutschen Hochschulen in den letzten Jahren auf die Etablierung der Online-Medien und speziell des Online-Journalismus reagiert hat. Unter der Leitung von [externer Link]Dr. Wiebke Loosen sind sie dieser Frage mit Hilfe einer Inhaltsanalyse kommentierter Vorlesungsverzeichnisse und einer Expertenbefragung nachgegangen.

20 Prozent aller Veranstaltungen mit Online-Bezug

Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse liegen bereits vor. Von allen Kommentaren weisen 19 Prozent auf einen Online-Bezug des Seminars bzw. der Vorlesung hin. Allerdings behandeln mehr als die Hälfte dieser Veranstaltungen Online-Themen nur am Rande.

Der Anteil online-spezifischer Veranstaltungen bleibt relativ konstant. Die Quote schwankt zwischen 17 Prozent im Sommersemester 2001 und 21 Prozent im Wintersemester 2001/02, in dem der Studiengang "Online-Journalismus" an der FH Darmstadt seinen Lehrbetrieb aufnahm.

Grafik #1: Die meisten Veranstaltungen haben keinen Bezug zum Online-Medium. (Grafik: Martin Goy)

Gliedert man die Studiengänge entsprechend der wissenschaftlichen Ausrichtung der Institute (siehe Grafik #1), zeigt sich, dass der Anteil der Veranstaltungen mit Online-Bezug in den Studiengängen der Medien- und Kommunikationswissenschaft am höchsten und in den Journalistik-Studiengängen am niedrigsten ist. Als Vergleichwert ist der Studiengang "Online-Journalismus" gegenübergestellt.

» weiter in Teil 2:
crossmediale versus
mediumspezifische Kompetenzen

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