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Awards für Netzjournalisten (2)

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In der Kategorie "Grimme Online Award TV" prämierten sie die Internet-Angebote von externer Linkn-tv, der externer LinkHarald Schmidt Show und von externer LinkMTV gleichrangig. Die Begründung für die Wahl von n-tv.de unter die Erstplatzierten lautete: "n-tv reproduziert sein Informationspotenzial aus dem Fernsehen im Internet, setzt dabei angemessene Gestaltungsmittel des neuen Mediums ein und erweitert das Programm beträchtlich im Rahmen der Möglichkeiten, die dieses Medium neu eröffnet." Bei MTV lobte die Jury hingegen besonders die ausgereizten technischen Möglichkeiten auf dieser Website.

Die Begründungen verdeutlichen, dass die journalistischen Inhalte bei der Bewertung eines Internet-Angebots beim Grimme Online Award nur einen Nebenaspekt darstellen. In der Kategorie "TV Journalismus im Netz" wird dagegen explizit die journalistische Arbeit bewertet. Aber ausgerechnet hier vermochte die Jury keine "preiswürdigen Vorschläge" zu finden - es wurden nicht einmal Nominierungen vorgenommen. Birk Bruckhoff, Redakteur beim Grimme Institut, erklärt: "Offenbar hat die anspruchsvolle Auseinandersetzung mit dem Medium Fernsehen im Netz noch keine Plattform. Vielleicht waren wir mit dieser Kategorie auch zu früh dran". Für das nächste Jahr soll die Ausschreibung dieser Kategorie noch einmal überprüft werden.

European Journalism Awards

Breiter angelegt, was Kategorien und Teilnehmerkreis betrifft, sind die externer LinkEuropean Journalism Awards. Sie werden im Rahmen der Konferenz "Net Media" seit 1999 in Großbritannien verliehen. Die Aufteilung der verschiedenen Preiskategorien erscheint gegenüber den Teilnehmern aus ganz Europa ausgeklügelt und fair.

Bei der Preisvergabe wurden nicht nur handwerklich hervorragende Beiträge präsentiert. In weiteren Kategorien zeichnete man auch "Best use of multimedia", "Best use of mobile connectivity", "Best news design and navigation" oder "Best innovation in online journalism" aus. Die 33 Juroren, Journalisten und einige Wissenschaftler beurteilten in einem mehrmonatigen Entscheidungsprozess die Bewerbungen nach vorgegebenen Kriterien. Sie achteten auf: "Strength of storytelling", "Quality of writing and editing", "Effective use of Internet tools to communicate the story", "Interaction/relationship building", "Structure and navigation". Bei den Furopean Journalism Awards 2001 waren britische Medienmacher besonders erfolgreich: Die Journalisten von externer LinkBBC News Online und von externer LinkGuardian Unlimited konnten acht der 21 Preise gewinnen.

In der Rubrik "Best news story" siegte die Online-Ausgabe des Guardian mit ihrem externer LinkFoot and mouth special report. Der Beitrag bietet ein umfangreiches und intelligent verknüpftes Informationspaket zum Thema Maul- und Klauenseuche.

Mit dem "Food an mouth special report" überzeugten Simon Rogers (links) und Mel Mehmet die Jury. (Foto: Herbie Knott)

Dagegen gab es in diesem Jahr keine deutschen Sieger. 2000 hatte das Internet-Magazin Telepolis den Preis "Best investigative reporting" gewonnen. Die freien Telepolis-Autoren Christiane Schulzki-Haddouti in Deutschland, Erich Möchel in Österreich, Duncan Campbell in Großbritannien, Jelle van Buren in den Niederlanden sowie die Telepolis-Redakteure Armin Medosch in London und Florian Rötzer in München berichten seit 1998 über die geplante externer Linkeuropaweite Überwachung für Internet und andere neue Technologien.

Alternativer Medienpreis

An nicht- beziehungsweise halbkommerzielle Medienanbieter richtet sich der 1999 von der Nürnberger Medienakademie und dem Nürnberger Rundfunksender Radio Z ins Leben gerufene externer LinkAlternative Medienpreis. Der Preis wird für "innovative und kritische" Beiträge aus Internet und Radio verliehen. Inhaltlich sind den Bewerbern Grenzen gesetzt. Wer am Alternativen Medienpreis 2002 teilnehmen will, dessen Beitrag sollte sich beispielsweise intensiv und kritisch mit gesellschaftlichen Missständen oder mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander setzen. Aber auch Themen, die von großen Medien vernachlässigt wurden, werden angenommen.

Die Jury (zu der unter anderem Klaus Meier, Gabriele Hooffacker von der Münchner Journalistenakademie und Jochen Wegner, Focus-Redakteur, gehören) bewertet die Beiträge auch nach den Kriterien Design, Funktionalität, Online-Nutzwert und Vernetzung. Preisträger bei dem erstmals 2000 stattfindenden Wettbewerb waren bisher das gewerkschaftlich orientierte Angebot externer LinkLabourNet Germany, das Politikportal externer Linke-politik, das Spaßangebot externer LinkMüllseite und die Frauen-Seite externer LinkFrauennews.

Axel Springer Preis für Junge Journalisten

Zum zweiten Mal wurde 2001 der externer LinkAxel Springer-Preis für junge Journalisten auch im Bereich Internet ausgeschrieben. Sechs Journalisten bilden die Jury (unter ihnen war auch Hans-Dieter Degler, ehemaliger Chefredakteur von Spiegel Online). Im Bereich Internet-Journalismus wurden drei Beiträge prämiert. Darunter die Multimedia-Dokumentation externer LinkProjekt Kniegelenk. Neben nützlichen Informationen über das Thema wurde auf der Internet-Seite von Radio Bremen eine zweistündige Knieoperation live im Internet übertragen. Als verantwortliche Redakteurin erhielt Ulrike Schönfelder den Preis. Sie habe mit den Möglichkeiten des Internets eine neue Stufe der Wahrnehmung erreicht und umgesetzt, so die Jury.

Offen für Internet-Veröffentlichungen

Eine Anfrage bei rund 20 weiteren Anbietern von Journalistenpreisen verdeutlichte, dass der Online-Journalismus auch bei ihnen an Stellenwert gewinnt. Der Großteil der ausgeschriebenen Preise ist inzwischen nicht mehr nur für Veröffentlichungen aus dem Print- und Rundfunkbereich zugänglich, sondern auch für Online-Beiträge. Und diejenigen, die sich dem Netz noch verschließen, wollen darüber nachdenken, in Zukunft auch Netzjournalisten teilnehmen zu lassen.

Der Beitrag ist zuerst erschienen in der Medienzeitschrift externer Linkmessage (Ausgabe 1/2002).

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