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BEZAHL-INHALTE 19.06.2002
Bild.de sieht ein Drittel Erlöse
Von Email an Fiete Stegers sendenFiete Stegers | externer LinkHomepage Druckversion dieses Artikels im neuen Fenster öffnen

Wie kriege ich die Nutzer dazu zu bezahlen? Die Gretchen-Frage ist für die Inhalte-Anbieter im Internet aktueller denn je. Sie wollen ihre Chance nutzen: Die Krise der New Economy hat das Feld der Wettbewerber bereinigt, Studien melden ein erstes Abbröckeln der Gratis-Mentalität bei den Nutzern. Auf dem externer Linkmedienforum.nrw diskutierten Experten von T-Online, Bild und anderen Inhaltelieferanten das Thema. Schon bald sollen Bezahl-Inhalte ein Drittel der Erlöse bringen.

Etwa ein Drittel der Erlöse will bild.t-online.de über Bezahl-Inhalte einnehmen. Abgerechnet werden soll über die Telefonrechnung. Das Ende der Kostenlos-Kultur im Web? (Foto: Roman Mischel)

"In den nächsten zwölf Monaten wird sich der Werbemarkt nicht erholen", prognostizierte Peter Würtenberger, Chef der Bild.de AG, auf der Veranstaltung in Köln. Die großen Online-Medien-Anbieter würden deshalb jetzt verstärkt nach vorne gehen und Bezahl-Inhalte einführen. Sonst bleibe nur eine Alternative: "Abschalten."

Bezahl-Inhalte waren bislang angesichts der Kostenlos-Kultur des Webs jedoch ausgesprochen unbeliebt, die Versuche zur Etablierung entsprechend erfolglos. Würtenberger machte dafür die Zugangskosten zum Internet verantwortlich: "In Deutschland hat sich für Internettarife keine Flat-Rate, sondern ein Call-by-Call System etabliert. Dadurch wurden die Inhalteanbieter allein gelassen." Wenn bei Surfern stets im Kopf der Gebührenzähler für die Verbindungskosten mittickt, seien sie kaum bereit, auch noch für Inhalte zu bezahlen, so Würtenbergers Schlußfolgerung.

Sicherheit und leichte Handhabarkeit nannte Meike Schlegel von externer LinkEconomy One, der Internet-Tochter der Verlagsgruppe Handelsblatt (Holtzbrinck), als wichtigste Kriterien für Zahlungssysteme im Netz. Würtenberger sah das ähnlich und kündigte an, externer LinkBild.de werde diese Hürde in Verbindung mit seinem Kooperationspartner externer LinkT-Online senken: Schon in den nächsten Wochen sollten kostenpflichtige Services von bild.t-online.de einfach über die Telefonrechnung des Kunden bezahlt werden können.

Marc Schröder, Vertreter von T-Online beschwichtige Befürchtungen, der Marktführer unter den Internet-Service-Providern werde seine Position dabei nicht unfair ausnützen: "Wir haben die Vorleistung getan. Andere Inhalteanbieter müssen jetzt Chancen und Risiken vergleichen. Wir sind offen für alle."

Für Economy One ist laut Meike Schlegel die Vertriebsfähigkeit möglicher Partner entscheidend. Schlegel: "Wir werden zunächst sämtliche Zahlungssysteme anbieten, die eine kritische Menge [an Aktzeptanz] erreichen." Stärker als klassische Nachrichten sieht sie Zusatzinformationen zu Unternehmen und Märkten als künftig kostenpflichtige Angebote.

25 bis 30 Prozent der gesamten Erlöse von Economy One würden 2004 aus bezahlten Inhalten für Internet und mobile Endgeräte stammen, erwartet Schlegel. Bild.de rechnet sogar einen Anteil von einem Drittel. Auch die Erwartungen von T-Online bewegen sich in dieser Größenordnung. Das Unternehmen will weg vom reinen Access-Providing. 2004 sollen 30 Prozent der Erlöse aus anderen Quellen kommen, kündigte Marc Schröder an. Dieter Gorny, Chef der externer LinkViva Media AG, war als Fernsehmensch dagegen skeptischer: Der Anteil von Online-Content an den Erlösen werden sich für Viva im einstelligen Prozent-Bereich bewegen.

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