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Wie kriege ich die Nutzer dazu zu bezahlen? Die Gretchen-Frage
ist für die Inhalte-Anbieter im Internet aktueller denn
je. Sie wollen ihre Chance nutzen: Die Krise der New Economy
hat das Feld der Wettbewerber bereinigt, Studien melden ein
erstes Abbröckeln der Gratis-Mentalität bei den
Nutzern. Auf dem medienforum.nrw
diskutierten Experten von T-Online, Bild und anderen Inhaltelieferanten
das Thema. Schon bald sollen Bezahl-Inhalte ein Drittel der
Erlöse bringen.
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| Etwa ein Drittel
der Erlöse will bild.t-online.de über
Bezahl-Inhalte einnehmen. Abgerechnet werden soll
über die Telefonrechnung. Das Ende der Kostenlos-Kultur
im Web? (Foto: Roman Mischel) |
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"In den nächsten zwölf Monaten wird sich der
Werbemarkt nicht erholen", prognostizierte Peter Würtenberger,
Chef der Bild.de AG, auf der Veranstaltung in Köln. Die
großen Online-Medien-Anbieter würden deshalb jetzt
verstärkt nach vorne gehen und Bezahl-Inhalte einführen.
Sonst bleibe nur eine Alternative: "Abschalten."
Bezahl-Inhalte waren bislang angesichts der Kostenlos-Kultur
des Webs jedoch ausgesprochen unbeliebt, die Versuche zur
Etablierung entsprechend erfolglos. Würtenberger machte
dafür die Zugangskosten zum Internet verantwortlich:
"In Deutschland hat sich für Internettarife keine
Flat-Rate, sondern ein Call-by-Call System etabliert. Dadurch
wurden die Inhalteanbieter allein gelassen." Wenn bei
Surfern stets im Kopf der Gebührenzähler für
die Verbindungskosten mittickt, seien sie kaum bereit, auch
noch für Inhalte zu bezahlen, so Würtenbergers Schlußfolgerung.
Sicherheit und leichte Handhabarkeit nannte Meike Schlegel
von Economy
One, der Internet-Tochter der Verlagsgruppe Handelsblatt
(Holtzbrinck), als wichtigste Kriterien für Zahlungssysteme
im Netz. Würtenberger sah das ähnlich und kündigte
an, Bild.de
werde diese Hürde in Verbindung mit seinem Kooperationspartner
T-Online
senken: Schon in den nächsten Wochen sollten kostenpflichtige
Services von bild.t-online.de einfach über die Telefonrechnung
des Kunden bezahlt werden können.
Marc Schröder, Vertreter von T-Online beschwichtige
Befürchtungen, der Marktführer unter den Internet-Service-Providern
werde seine Position dabei nicht unfair ausnützen: "Wir
haben die Vorleistung getan. Andere Inhalteanbieter müssen
jetzt Chancen und Risiken vergleichen. Wir sind offen für
alle."
Für Economy One ist laut Meike Schlegel die Vertriebsfähigkeit
möglicher Partner entscheidend. Schlegel: "Wir werden
zunächst sämtliche Zahlungssysteme anbieten, die
eine kritische Menge [an Aktzeptanz] erreichen." Stärker
als klassische Nachrichten sieht sie Zusatzinformationen zu
Unternehmen und Märkten als künftig kostenpflichtige
Angebote.
25 bis 30 Prozent der gesamten Erlöse von Economy One
würden 2004 aus bezahlten Inhalten für Internet
und mobile Endgeräte stammen, erwartet Schlegel. Bild.de
rechnet sogar einen Anteil von einem Drittel. Auch die Erwartungen
von T-Online bewegen sich in dieser Größenordnung.
Das Unternehmen will weg vom reinen Access-Providing. 2004
sollen 30 Prozent der Erlöse aus anderen Quellen kommen,
kündigte Marc Schröder an. Dieter Gorny, Chef der
Viva
Media AG, war als Fernsehmensch dagegen skeptischer: Der
Anteil von Online-Content an den Erlösen werden sich
für Viva im einstelligen Prozent-Bereich bewegen.
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