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Der geplante Bau der Metrorapid-Strecke von Dortmund nach
Düsseldorf stößt auf wenig Gegenliebe. Von
der SPD-Landesregierung und der Industrie wird das Projekt
forciert gegen den Willen von Opposition und der Mehrheit
bei der Deutschen Bahn. Die Befürworter sehen gar "Quantensprünge"
(NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement) für den
Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Die Gegner schrecken vor
allem die Kosten und der fragwürdige Nutzen.
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| Die Magnetschwebebahn
soll das Ruhrgebiet von Duisburg bis Dortmund miteinander
verbinden. Eine Südanbindung nach Köln
ist geplant. (Bild: NRW) |
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| Hinweis: Statt statischer Fotos
verwenden wir in diesem Beitrag interaktive Bilder.
Auf dem Campus der Universität Dortmund haben
wir Studierende gefragt, was sie vom Projekt Metrorapid
halten. Sehen und hören Sie! |
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Für Wolfgang Clement ist die Sache klar. Er will den
Transrapid. Unbedingt. Die Magnetschwebebahn sei "ein
Quantensprung bei der Attraktivitätssteigerung des öffentlichen
Nahverkehrs in NRW" ließ der Ministerpräsident
verlauten. Anhand einer von der Landesregierung in Auftrag
gegebenen Machbarkeitsstudie sei die Realisierung nachgewiesen
worden. Die Gesamtkosten der Strecke von Dortmund über
Bochum, Essen, Mülheim und Duisburg bis zum Düsseldorfer
Flughafen werden darin mit 3,2 Milliarden Euro veranschlagt.
1,75 Milliarden Euro sind aus Bundesmitteln als Zuschuss zugesagt
worden. Dies habe "Klarheit über die Finanzierung
geschaffen", sagte Clement.
Das dies keineswegs so ist, darüber besteht mittlerweile
kein Zweifel. Denn woher der Rest des Geldes kommen soll,
ist nach wie vor unklar. Bis heute ist kein privater Investor
gefunden worden, der das Prestigeobjekt mitfinanziert. Zudem
wurde auch Kritik an der Machbarkeitsstudie an sich laut.
Nach der Studie würden jährlich bis zu 35 Millionen
Passagiere den Metrorapid zwischen Dortmund und Düsseldorf
nutzen. Beobachter wunderten sich dabei jedoch, dass die Fahrgastprognose
kurz vor Erscheinen der Studie um 30 Prozent nach oben korrigiert
wurde.
Die Kritiker haben sich vor allem auf die Frage eingeschossen,
inwieweit der Transrapid überhaupt von Nutzen ist. An
der Spitze der Transrapid-Gegner drängt vor allem
wie erwartet die CDU in NRW. "Dieses Projekt ist
finanzpolitisch unverantwortlich und verkehrspolitisch fragwürdig",
bilanziert CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Rüttgers.
Mit seinem Urteil steht er nicht alleine da.
So bekommt die CDU Schützenhilfe direkt aus dem Unternehmen,
dass den Transrapid betreiben soll der Deutschen Bahn.
Norbert Hansen, Chef der Bahngewerkschaft und in dieser Eigenschaft
auch Sprecher für die 240.000 Bahner in Deutschland gab
dem Transrapid ein vernichtendes Urteil: "Der Metrorapid
ist verkehrspolitisch unsinnig, und deshalb schlagen wir von
Transnet vor, die vorgesehenen Gelder in die Schieneninfrastruktur
zu investieren." Damit stellt sich die Gewerkschaft gegen
Bahnchef Hartmut Mehdorn, der an der Seite von Wolfgang Clement
für den Transrapid wirbt.
Die Fronten sind also nach wie vor verhärtet. Dennoch
soll die hochmoderne Magnetbahn aus dem Hause ThyssenKrupp
bis 2006 fertig sein. Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft
soll sich Nordrhein-Westfalen dann als hochmoderner Hightech-Standort
präsentieren. Doch selbst die ins Auge gefassten Zeitpläne
werden angezweifelt. "Ob der Transrapid bis zur Weltmeisterschaft
fertig sein wird, mag ich mal bezweifeln, weil das eigentlich
kaum zu schaffen sein wird", sagt Diplom-Ingenieur Michael
Frehn, Dozent im Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung
an der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund.
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