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BARRIEREFREIHEIT 11.01.2005
Internet auf Krankenschein?
Von Email an Roman Mischel sendenAndreas K. Bittner Druckversion dieses Artikels im neuen Fenster öffnen

Barrierefrei? Schon wieder so ein New-Media- Buzzword, mit dem abgezockte Agenturen die Budgets nach oben pitchen? Oder bloß ein staatlich verordnetes Nischenthema für Sozialfuzzis? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema.

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Strikt verboten sind angeblich JavaScript, quirlige Flash-Animationen und schicke Flyout-Menüs. Gefordert statt dessen behindertengerechte, aber designfeindliche Dokumente. Bannerfreie Zonen mit langweiligem Großdruck und ein paar öde Textlinks. Web-Design auf Krankenschein, zugepflastert mit kryptischen Gütesiegeln für Standardkonformität und den besten Wünschen der Aktion Mensch.

Zwar witzelt inzwischen niemand mehr, wo das Internet denn wohl Stufen habe. Dennoch winken Controller und Marketingchefs meist fix ab, weil Blinde ja weder Bücher noch Autos kaufen. Zugleich wird die Expertendiskussion nach über zwei Jahren gesetzlich fixierter Barrierefreiheit immer esoterischer.

Steckbrief
Journalist Dr. Andreas K. Bittner befasst sich seit Jahren mit barrierefreiem Informationsdesign - vor allem unter technisch-kommerziellen Gesichtspunkten. Er berät Firmen, schreibt u.a. für die Website externer Linkbarrierekompass.de und ist Sprecher des Online-Ausschusses im DJV-Landesverband Bremen.

Fristen, Pflichten, Möglichkeiten

Das ohnehin komplexe Querschnittsthema zerfasert in seine juristischen, kommerziellen, technischen und gesellschaftspolitischen Teilaspekte. Bei Agenturen und Auftragebern herrscht große Verunsicherung über Fristen, Pflichten und Umsetzungsmöglichkeiten. Und da es sich um das deutsche weltweite Web handelt, spielen selbstverständlich föderative, förderpolitische und Verbandsinteressen eine Rolle. Und jetzt wollen Gehörlose auch noch Gebärdenvideos im Netz!

In nur einer Dekade hat sich das World Wide Web vom Bastlerphänomen zum vierten Breitenmedium neben Print, Hörfunk und Fernsehen entwickelt. Gleichwohl dominieren sogenannte Web-Entwickler, Techniker und Programmierer weiterhin die digitale Landschaft. Dies gilt vor allem für die Umsetzung von Barrierefreiheit.

Allerdings haben die Inhalteanbieter das Thema Qualitätsbewusstsein und Zielgruppenorientierung – und nichts anderes ist Barrierefreiheit – bislang weitgehend verschlafen. Dabei sollte es nicht nur als kommunikationspolitischer Auftrag, sondern auch unter den Aspekten Reichweitenmaximierung und möglicher neuer Betätigungsfelder für Wort-Webworker gesehen werden. Hierzu am Ende des Papiers mehr. Zunächst wollen wir sieben wichtige Fragen zur Barrierefreiheit beantworten.

Der Inhalt dieses Dossiers:

  1. Woher kommt der Begriff Barrierefreiheit? Wen geht das Thema etwas an?
    | Artikel
  2. Warum wird Barrierefreiheit häufig negativ interpretiert?
    | Artikel
  3. Wie nähert man sich dem komplexen Thema Barrierefreiheit?
    | Artikel
  4. Gibt es verlässliche Testverfahren, einen TÜV oder amtliche Zertifikate?
    | Artikel
  5. Und was kostet das alles?
    | Artikel
  6. Welche konkreten Vorteile bietet Barrierefreiheit?
    | Artikel
  7. Rechtliche Hintergründe und Grundlagen, Linktipps
    Literaturempfehlung
    | Artikel

Hinweis
Um den gesamten Text zu lesen benötigen Sie eine Lesezeit von zirka 20 Minuten; Sie können sich den Text auch als ein Dokument Druckversion dieses Artikels im neuen Fenster öffnen ausdrucken, die Länge beträgt etwa 9 A4-Seiten.

weiter im ersten Teil »
Woher kommt der Begriff Barrierefreiheit?
Wen geht das Thema etwas an?

 

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