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Der Einsatz von Weblogs im Journalismus ist ein viel diskutiertes Thema in der Medienwelt. Auch Jörg Sadrozinski, Redaktionsleiter von tagesschau.de, steht dem Einsatz von Weblogs kritisch gegenüber. Im folgenden Interview spricht er über mögliche Einsatzgebiete und die Zukunftsaussichten von Weblogs im Journalismus.
"Die Zeit" setzt Weblogs auch als journalistisches
Format ein. Wie schätzen Sie dieses Experiment ein?
Als das, was es ist: ein nettes Experiment von/für ein paar Intellektuelle. Für ein journalistisches Format ist es nicht wirklich ausgereift, weil viel zu unübersichtlich und thematisch unsortiert.
In welchen Bereichen des Journalismus ist der Einsatz von Weblogs Ihrer Meinung nach denkbar?
In vielen. Beispielsweise in den Bereichen Unterhaltung, Information, Sport und Service.
Im Nachrichtenjournalismus gibt es kaum ´persönliche´ Formate. Aber was spricht dagegen, beispielsweise Auslandskorrespondenten in Weblogs über ihre Einsatzgebiete berichten zu lassen?
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| Jörg Sadrozinski,
Redaktionsleiter bei tagesschau.de (Foto:
NDR) |
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Die den Korrespondenten zur Verfügung stehende Zeit.
Wir machen häufig die Erfahrung, dass die ARD-Korrespondenten,
die für Radio und TV berichten, nicht bereit sind, für
ein weiteres Medium zusätzliche Arbeitszeit und -kraft
zu investieren. Dennoch ist es uns gelungen, die Hörfunkkorrespondenten
in Washington zu einem Weblog
zu den US-Präsidentschaftswahlen zu überreden.
Welche Kriterien machen ein journalistisches Weblog aus?
Im Grunde sind es die Kriterien, die zum Teil auch die journalistische Berichterstattung ausmachen: Wahrheit, Klarheit und keine Langeweile. Ein journalistisches Weblog kann durchaus subjektiv sein, sollte aber relevante Ereignisse zum Thema haben.
Wie sehen Sie die Zukunft von journalistischen Weblogs?
Eine kleine Anzahl wird sich halten können - vergleichbar
den Kolumnen in anderen Medien, aber generell messe ich dieser
Form keine große Bedeutung bei.
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