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JOURNALISTISCHE WEBLOGS 26.07.2004
"Mehr als ein Experiment"
Von Email an den AutorAndi Dorner | externer LinkHomepage Druckversion dieses Artikels im neuen Fenster öffnen

"Die Zeit" ist eine der ersten deutschen Publikationen, die das Weblogformat für journalistische Zwecke eingesetzt hat. Steffen Richter, Redakteur bei "Die Zeit"-Online, spricht im Interview über die Idee, Gründe und Zukunftsaussichten von Weblogs im Journalismus.

Aus welchen Gründen haben Sie in "Die Zeit" das journalistische Format "Weblogs" eingeführt?

Auf unserer Seite benutzen wir Weblogs schon seit etwa drei Jahren. Bereits seit 1996 stellen wir viele Beiträge und Links in Mini-Rubriken, die wir beim Surfen im Internet finden. Diese dienten uns als Vorreiter und mit unseren Weblogs haben wir daran angeknüpft und die entsprechenden Beiträge erweitert.
Die grundsätzliche Idee von Weblogs existiert ja nun schon seit längerer Zeit in den USA. Wir haben gewissermaßen einfach diese Idee in unser Redaktionskonzept übernommen. Ich habe unseren Redakteuren das Format vorgestellt und sie hatten freie Hand bei der Umsetzung.

Würden Sie sagen, dass Ihre Idee Erfolg hatte und die Weblogs großen Anklang finden?

Ja, in der Tat. Ich war sogar überrascht über die enorme "Klick-Rate" der Weblogs, denn wir hatten keinerlei Werbung dafür gemacht. Doch von Anfang an war ich davon überzeugt, dass es mehr als ein "Experiment" ist.

Steffen Richter, Redakteur bei "Die Zeit"-Online. (Foto: privat)
Wie stellen Sie sich die Zukunft für Ihre Weblogs vor? Wäre
eine Erweiterung des Angebotes für Sie denkbar?

Denkbar wäre es. Das hängt jedoch in erster Linie von unseren Mitarbeitern ab und die meisten Redakteure haben eine gewisse technische Scheu.

Könnten Sie sich eine Kommunikation mit Ihren Korrespondenten über Weblogs vorstellen?

Theoretisch wäre das durchaus möglich. Das ist jedoch wie bereits erwähnt stark abhängig von unseren Mitarbeitern. Momentan verständigen wir uns größtenteils über E-Mails mit unseren Korrespondenten und das funktioniert wunderbar. Deshalb haben wir für die interne Kommunikation bisher keinen Bedarf an neuen Formaten.

Welche Zukunft wünschen Sie sich für Weblogs in Bezug auf den Journalismus in Deutschland?

Dass sie dort eingesetzt werden, wo es Sinn macht.

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