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"Die Zeit" ist eine der ersten deutschen Publikationen,
die das Weblogformat für journalistische Zwecke eingesetzt
hat. Steffen Richter, Redakteur bei "Die Zeit"-Online,
spricht im Interview über die Idee, Gründe und Zukunftsaussichten
von Weblogs im Journalismus.
Aus welchen Gründen haben Sie in "Die Zeit"
das journalistische Format "Weblogs" eingeführt?
Auf unserer Seite benutzen wir Weblogs schon seit etwa drei
Jahren. Bereits seit 1996 stellen wir viele Beiträge
und Links in Mini-Rubriken, die wir beim Surfen im Internet
finden. Diese dienten uns als Vorreiter und mit unseren Weblogs
haben wir daran angeknüpft und die entsprechenden Beiträge
erweitert.
Die grundsätzliche Idee von Weblogs existiert ja nun
schon seit längerer Zeit in den USA. Wir haben gewissermaßen
einfach diese Idee in unser Redaktionskonzept übernommen.
Ich habe unseren Redakteuren das Format vorgestellt und sie
hatten freie Hand bei der Umsetzung.
Würden Sie sagen, dass Ihre Idee Erfolg hatte und die
Weblogs großen Anklang finden? Ja, in der Tat.
Ich war sogar überrascht über die enorme "Klick-Rate"
der Weblogs, denn wir hatten keinerlei Werbung dafür
gemacht. Doch von Anfang an war ich davon überzeugt,
dass es mehr als ein "Experiment" ist.
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| Steffen Richter, Redakteur bei "Die Zeit"-Online. (Foto: privat) |
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Wie stellen Sie sich die Zukunft für Ihre Weblogs vor?
Wäre
eine Erweiterung des Angebotes für Sie denkbar?
Denkbar wäre es. Das hängt jedoch in erster
Linie von unseren Mitarbeitern ab und die meisten Redakteure
haben eine gewisse technische Scheu.
Könnten Sie sich eine Kommunikation mit Ihren Korrespondenten
über Weblogs vorstellen? Theoretisch wäre
das durchaus möglich. Das ist jedoch wie bereits erwähnt
stark abhängig von unseren Mitarbeitern. Momentan verständigen
wir uns größtenteils über E-Mails mit unseren
Korrespondenten und das funktioniert wunderbar. Deshalb haben
wir für die interne Kommunikation bisher keinen Bedarf
an neuen Formaten.
Welche Zukunft wünschen Sie sich für Weblogs in
Bezug auf den Journalismus in Deutschland? Dass sie
dort eingesetzt werden, wo es Sinn macht.
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