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Wer ein eigenes Weblog einrichten möchte, steht vor
einer Fülle von Optionen. Wir bieten Orientierung.
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| Ein gemütliches
Online-Zuhause finden Sie bei Weblog-Dienstleistern
oder Software-Anbietern. (Foto: Jamie
Harris) |
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Service oder Tool - Was ist besser?
Lust auf ein eigenes Häuschen im Land der Blogger? In
ihrer freundlichen Welt ist jedermann willkommen. Man muss
nur wissen, wo man hinziehen will. Wie im realen Leben hat
man auch in der Blogosphäre viele Wohnmöglichkeiten.
Möchten Sie Ihr virtuelles Zuhause mieten, schnell und
unkompliziert, dann ist es ratsam zu Service-Anbietern zu
gehen. Diese haben schon fertige Zimmer für Sie parat,
mit ein paar Klicks sind Sie ehrenhaft eingebürgert.
Bauen Sie jedoch gerne selber, und gestalterische Freiheit hat für Sie die erste Priorität, dann empfehlen wir Ihnen, eine eigene Software zu installieren. Einige technische Vorkenntnisse sollte man dafür aber mitbringen.
Über ausufernde Kosten brauchen Sie sich in der Regel keine Sorgen zu machen. Weblogs, ob von Dienstleistern oder Software-Anbietern, kosten normalerweise gar nichts oder nur ein paar Euro pro Monat. Die Höhe der Preise hat dabei mit der Qualität nicht viel zu tun. Preisdifferenzen kommen von verschiedenen Ansätzen der Macher: Einige entwickeln Software aus Leidenschaft, als Hobby, und veröffentlichen sie als Open-Source-Version, Andere versuchen, mit Blogs Geld zu verdienen. Viele Blogservices finanzieren sich durch Werbung.
Immer wieder wird die Frage heiß diskutiert, was besser ist: Sich den revolutionären altruistischen, aber unverbindlichen Open-Source-Entwicklern anzuvertrauen, oder lieber den aufs Geschäft ausgerichteten und deswegen stabileren kommerziellen Anbietern? Wir würden sagen, jedem das Seine.
Wenn Sie sich zwischen vorinstallierten Diensten und der
eigenen Installation von Software entschieden haben, steht
Ihnen die nächste Entscheidung bevor: Es gibt so viele
Anbieter, welche sind die Richtigen? (Eine Tabelle der Weblogs-Anbieter
mit Features von ihren Produkten finden Sie hier).
Variante 1: Schnell und einfach
Der Klassiker unter 3-Klick-Blogs bleibt immer noch der amerikanische
Dienstleister Blogger.com.
Mittlerweile von Google gekauft, bieten die Blogger-Macher
bis heute kostenlose Dienste an. Neben den wichtigsten Funktionalitäten
wie Schreiben, Bilder uploaden und Beiträge kommentieren,
können Sie Ihr Weblog mit zusätzlichen Add-Ons weiter
entwickeln. Auch die Möglichkeit, das eigene HTML-Design
einzubauen, macht den alten Blogger attraktiv.
Eine ernste Konkurrenz zum unkomplizierten Blogger.com stellt neuerdings der amerikanische Service-Anbieter
TypePad
dar. Basierend auf dem mächtigen Tool MovableType von
Six Apart, besitzt TypePad fast alle denkbaren Weblog-Funktionalitäten
und bietet unbegrenzte gestalterische Freiheit. Das Vergnügen
mit TypePad zu arbeiten, kostet aber Geld. In der billigsten
Version für 4,95 Dollar/Monat ist die Zahl der Features
erheblich geringer, voll ausgerüstet sind monatlich 14,95
Dollar fällig.
Nicht weniger reich an Features, aber mit deutlich niedrigeren
Preisen präsentiert sich der deutsche, aber auch englisch-,
französisch- und niederländischsprachige Dienst
20six.de.
Dieser kommerzielle Anbieter beherbergt Deutschlands größte
Weblog Community. Templates von 20six sind zwar variabel,
ein eigenes Design ist aber nur in der teuersten Version möglich.
Die kostenlose Produktvariante finanziert sich durch Werbung,
mit nur einem Megabyte Webspace ist der Bilder Upload hier
allerdings stark begrenzt.
Neuester Coup von 20six.de: Die "Fusion" (20six-Chef
Stefan Glänzer) mit Myblog.de.
Dessen Betreiber, ein Darmstädter TU-Student, betreut
auf seiner Site mittlerweile 13.000 User mit 1500 täglichen
Einträgen. Langsam aber sicher näherte er sich mit
seinem Trafficguthaben der Grenze. Doch diese Sorgen dürften
jetzt in den Hintergrund treten. Myblog.de ist der letzte
Anbieter von werbefreien und kostenlosen Online-Tagebüchern.
"Bei bisherigen Nutzern bleibt das auch so", versichert
Glänzer, "wer sich neu anmeldet, wird allerdings
künftig ein wenig Werbung auf seiner Seite haben."
Zwei andere Studenten und Service-Anbieter, Martin le Vrang
und Markus Westner, Macher von Blogigo,
haben das Finanzierungsproblem längst durch Werbung gelöst.
Wenn ohne Werbung, dann nur gegen Entgelt. Die Nutzer dieser
beiden Dienste von Studenten sind überwiegend jung und
eher weiblich.
Großzügig sind die Macher von Blogg.de.
Sie bieten ihren Kunden fette 100 MB Webspace. Ausgestattet
mit allen nötigen Features und der Möglichkeit,
bis zu fünf Blogs einzurichten, ist blogg.de sehr populär.
Gute Werbung bekommt Blogg.de auch durch ihre renommierte
Kundin Die Zeit.
Der allererste kommerzielle Blog-Anbieter im deutschsprachigen Raum war der österreichische
Twoday.net.
Der frühe Start der Österreicher ist vielleicht
der Grund, warum sie trotz etwas bescheidener Ausstattung
die höchsten Preise haben. Allerdings können mangelnde
Funktionen dank der Verwandtschaft mit den aktiven nicht-kommerziellen
Communities Antville.org und Blogger.de (die die gleiche Software
AntClick benutzen) später nach Bedarf eingebaut werden.
Ein großer Vorteil von Twoday ist die freie HTML-Gestaltung.
Verschiedene Layout-Vorlagen und Funktions-Module lassen sich
einfach wählen und verwenden. Seit kurzer Zeit sind die
Weblogs zudem frei von Werbebannern.
Antville.org
und Blogger.de
selbst sind anschauliche Beispiele der Entwicklung von nichtkommerziellen
Diensten. Ein reges Leben, intensives Kommunizieren und gute
Atmosphäre sorgten für wachsende Popularität,
aber auch für zunehmenden Traffic und schrumpfenden Webspace
auf dem Server. Irgendwann gelangten die Betreiber an die
Grenze ihrer finanziellen Möglichkeiten: Sie nahmen keine
neuen Nutzer mehr auf. Aber auch in der geschlossenen Gesellschaft
fühlen sich die elitären Inhaber von Antclick-Weblogs
wohl. Empfehlenswert zum Einfach-Mal-Vorbeischauen ( http://don.antville.org,
http://arrog.antville.org,
http://belledejour.blogger.de)
weiter zu Software-Anbietern
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