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FÜR EINSTEIGER: 01.10.2002
Texten für das Internet - Ein Handbuch für Online-Redakteure und Webdesigner
Von Email an Gabriele Hooffacker sendenGabriele Hooffacker | externer LinkHomepage Druckversion dieses Artikels im neuen Fenster öffnen

Wer sich zum ersten Mal mit der Frage auseinandersetzt, wie man Texte für das Internet optimieren kann, könnte wertvolle Antworten im Handbuch von Saim Rolf Alkan finden. Der Autor versucht in einem Rundumschlag das Wichtigste darzustellen, lässt dabei aber einiges aus.

Untertitel und Titel des Buchs scheinen sich zu widersprechen: Was hat Texten für das Internet mit Webdesignern zu tun? Doch der Autor wird dem Titel in seinem Buch gerecht: "Texten" ist für ihn nur ein Annäherungs-Begriff für Anlage und Umsetzung einer Website. Navigation und grafisches Gestalten gehören mit zur Konzeption von Online-Beiträgen und -Magazinen. Entsprechend ist "Texten für das Internet" gegliedert in die drei Kapitel Schreiben, Gestalten, Verwalten.

Das Kapitel "Schreiben" beginnt mit einschlägigen Studien über Nutzerverhalten im Internet, um den Leser zu den Medienspezifika des Online-Journalismus hinzuführen. Für die verschiedenen Zielgruppen unter den Online-Redakteuren führt der Autor zunächst ins journalistische Schreiben online, dann ins Werbetexten fürs Internet ein. Dabei differenziert er zwischen den verschiedenen Anforderungen der Medien- und der Auftragskommunikation. Ein eigener Abschnitt ist dem Thema "Sprache im Internet" gewidmet. In allen Fällen referiert der Autor einschlägige Literatur und die Grundlagen des jeweiligen Handwerks und gibt Tipps für die Online-Umsetzung. Weiterführende Webadressen ergänzen die Literaturangaben. Bei der Zusammenstellung und Auswahl merkt man den erfahrenen Trainer und Dozenten.

Um das Konzipieren von Hypertext geht es im zweiten Hauptkapitel. Schaubilder zu den verschiedenen Möglichkeiten des Aufbaus eines Storyboards veranschaulichen die Zusammenstellung. Auch den Einsatz multimedialer Elemente beschreibt der Autor im Kapitel "Gestalten".

Das Buch bietet einen guten Einstieg ins Thema. (Abb.: Galileo Press)

Unter der Überschrift "Verwalten" schließlich geht es einerseits um Optimierung der Site für Suchmaschinen, andererseits um den Einsatz von Content-Management-Systemen für die Wartung und Pflege der Site. Auch hier referiert der Autor einschlägige Literatur. Der letzte Abschnitt dieses Kapitels ist der vielleicht unbefriedigendste: Unter der Überschrift "Content, Community, Commerce" werden die drei Begriffe knapp erklärt und Definitionen von Begriffen wie IRC, Newsgroups und Mailinglisten gegeben. Wie man etwa einen Newsletter textet und einsetzt oder wie man ein Forum moderiert, kommt nicht vor. Eine eigenständige Website zum Buch gibt es leider nicht, obwohl der Autor selbst online einiges zum Thema publiziert hat; der Verlag stellt online lediglich Autor und Inhaltsverzeichnis vor.

Saim Alkan gibt einen Überblick über den Stand des praktischen Online-Journalismus. Dabei legt er weniger Wert auf Originalität, sondern mehr auf die Wiedergabe einschlägiger Veröffentlichungen. Seine Auswahl weiterführender Literatur beschränkt sich auf jeweils zwei, drei weiterführend Bücher pro Kapitel. Als Praktiker hat er sein Handbuch auf die beiden wichtigsten Zielgruppen unter den Online-Redakteuren - Journalisten und Werbetexter - zugeschnitten, die er klar voneinander abgrenzt.

Fazit: Weil fast alle Themenbereiche abgedeckt werden, als Einstieg ins Thema gut geeignet.

Bibliographische Angabe

Saim Rolf Alkan: Texten für das Internet - Ein Handbuch für Online-Redakteure und Webdesigner. Galileo-Press 2002. EURO 29,90.

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