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REZENSION 26.02.2004
Usability von Internet-Angeboten
Von Email an Thomas Mrazek sendenThomas Mrazek | externer LinkHomepage Druckversion dieses Artikels im neuen Fenster öffnen

Beim Thema Usability handelt es sich um keine diffizile Wissenschaft oder nervenaufreibende Normenreiterei. Dies macht der knapp 80-seitige, kostenlos erhältliche und fürs eigene Bücherregal ausdruckbare Band aus der Reihe "Stuttgarter Beiträge zur Medienwirtschaft" deutlich.

Das knapp 80-seitige Buch steht zum externer Linkfreien Download als PDF-Dokument im Netz. Der anschließende Ausdruck lohnt sich. (Foto: Mischel)

Was nützen Ihre noch so gut recherchierten und aufbereiteten Artikel wenn sie die Leser auf Ihrer Website nicht finden können? Ebenso ärgerlich ist es, wenn Texte von multimedialem Schnickschnack umgeben werden und die eigentliche Nachricht untergeht.

An der Usability von Internet-Angeboten hapert es häufig noch. Beim bislang wohl teuersten Web-Auftritt einer Behörde, externer Linkarbeitsagentur.de, scheinen sich die Macher nur am Rande mit diesem Thema beschäftigt zu haben.

Schade, handelt es sich doch bei der Usability um keine diffizile Wissenschaft oder nervenaufreibende Normenreiterei. Dies macht der knapp 80-seitige, kostenlos erhältliche Band deutlich.

Leicht verständlich führen die Autoren in die Grundlagen der Usability ein und zeigen deren Nutzen auf. "Wir haben 150 Jahre gebraucht, um Standards für Tageszeitungen zu entwickeln. Also können Standards für die Gestaltung im Internet nicht von heute auf morgen Gültigkeit haben", stellt Mitherausgeber Hansjörg Zimmermann in seinem Beitrag "Usability – Die Kunst Mensch und Maschine auf einen Nenner zu bringen" fest. Es gibt also noch viel zu tun.

Lehrreiche Keksbrösel

In vier Fallstudien zeigen die Autoren, wie Usability-Tests bei ganz unterschiedlichen Projekten aussehen können. Ein Gewinn für den Leser ist es, dass Mitherausgeber Ansgar Zerfaß dabei ein eigenes Projekt nicht von der Kritik ausnimmt. In einer Studie zum Landesportal externer Linkbaden-wuerttemberg.de zeigt er zusammen mit Projektleiterin Eva Pfendert, "wie ein professioneller Usability-Test hilft, Internetauftritte sehr gezielt und damit kostengünstig weiterzuentwickeln".

Christian Bopp verdeutlicht, dass die aufwändig programmierten Auto-Konfiguratoren der größten deutschen Automobilhersteller noch Reparaturbedarf bei der Nutzerfreundlichkeit haben. Keksbrösel hinterlässt Klaus Schwab mit einem sachlichen Verriss: "Bunt allein reicht nicht: Fallstudie Bahlsen-Genußwelt externer Linkbahlsen.de".

Nicht aufs Internet bezogen aber trotzdem lehrreich ist der Beitrag von Schwab und Bopp zu "Mobile Services im Usability Test: Die Handy-Angebote von Max Szene-Guide, BeLocal und Yellow Map Cityguide".

Im Schlusskapitel finden die Leser in einem ausführlich kommentierten Serviceteil weitere Anregungen und Anknüpfungspunkte. Den Autoren ist eine überzeugende und zu mehr Engagement in Sachen Usability motivierende Publikation gelungen.

Bibliographische Angabe

Ansgar Zerfaß, Hansjörg Zimmermann (Hrsg.): Usability von Internet-Angeboten – Grundlagen und Fallstudien. Stuttgarter Beiträge zur Medienwirtschaft Nr. 10. Stuttgart: Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) Medienentwicklung, Fachhochschule Stuttgart – Hochschule der Medien (HdM), 2004, 75 Seiten, kostenlos, ISSN 1616-4695.

Die Studie kann kostenlos als PDF (2,2 MB) externer Linkheruntergeladen oder als Druckversion per E-Mail bei Email an Vorname Name sendenDr. Martin Welker angefordert werden.
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