| MEIER: "INTERNET-JOURNALISMUS" |
05.07.2003 |
| Der Klassiker zwischen
Praxis und Reflexion |
Von Fiete
Stegers | Homepage |
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Machen wir es kurz und sparen nicht mit großen Worten:
Auch in der 3., erheblich erweiterten und aktualisierten Auflage
bleibt der von Klaus Meier herausgegebene Klassiker das Standardwerk
zum Thema. Für Einsteiger Pflichtlektüre, für
Profis empfehlenswert.
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| "Internet-Journalismus",
der Klassiker von Klaus Meier. (Collage: Arjen
Jonas) |
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"Internet-Journalismus" bietet auf fast 500 Seiten
eine umfassende, nicht auf Deutschland beschränkte Einführung
in den Online-Journalismus mit einem ausführlichen Glossar
von Fachbegriffen sowie zahlreichen weiterführenden Literaturhinweisen
und Links.
Mit großformatigen Farbbildungen wie andere Lehrbücher
( Texten
fürs Web oder Texten
für das Internet kann sich Meiers Buch nicht schmücken,
greift jedoch auf zahlreiche Screenshots von Websites, s/w-Grafiken
und Info-Kästen zur Illustration des Textes zurück.
Inhaltlich steht "Internet-Journalismus" hinter
keinem Konkurrenten zurück.
Zum dritten Mal nach 1998 und 1999 hat sich Herausgeber Klaus
Meier, mittlerweile Professor im Studiengang
Online-Journalismus an der FH Darmstadt, mit seinen Co-Autoren
ans Werk gemacht. Etliches ist dazugekommen, vieles überarbeitet
und einiges herausgeflogen. Interessant, dass der ein Beitrag
von 1997 fast unverändert stehen bleiben kann: Die in
dem Recherchebericht zum Thema BSE dargelegten grundlegenden
Stärken und Schwächen der Informationssuche im Netz
gelten weiterhin.
Buch zeigt langfristige Entwicklungen und Perspektiven
Gleichzeitig profitiert das Buch von seiner Entstehungsgeschichte
und zeigt immer wieder (Fehl-) Entwicklungen und (enttäuschte)
Hoffnungen in der Entwicklung des Online-Journalismus auf.
Wer eine Einführung in die Praxis sucht, wird bestens
bedient, vor allem aber lohnt sich "Internet-Journalismus"
für die, die mehr als Praxis-Tipps suchen. Stärker
als andere Bücher zum Thema versuchen die Autoren zu
systematisieren und zu reflektieren, ohne in Theorie-Geschwafel
zu verfallen. Kritisch beleuchten sie den "Mythos Interaktivität"
und thematisieren immer wieder wichtige Aspekte für die
zukünftige Entwicklung – etwa Finanzierungsmodelle,
Weblogs als Form des Peer-to-Peer- oder Mikro-Journalismus
und nicht zuletzt die Diskrepanz zwischen den Möglichkeiten
des Web und ihrer tatsächlichen Umsetzung.
Auf den Boden der Tatsachen zurück holen einen spätestens
die ausführlichen – wenn auch hier und da gewiss
ein wenig idealisierten – Berichte aus dem Alltag verschiedener
Redaktionen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunksender
bis zum Intranet des weltweiten Konzerns. Wirklich spannend
zu lesen: Der Insider-Bericht über die Financial
Times Deutschland, die mit ihrer Gründung antrat,
völlig neue Synergien zwischen Print- und Online zu schaffen.
Die Praxis sah (und sieht) auch hier anders aus als die Konzeption,
berichtet Martin Virtel.
Kapitel sind teilweise holprig gegliedert
Einzige wirkliche Schwäche des Buches ist die inhaltlich
nicht immer ganz einleuchtende Gliederung der Kapitel ( Inhaltsverzeichnis).
So gibt es zwei eigene Groß-Kapitel, die im wesentlichen
aus kommentierten Links bestehen. Zudem hätte die Beschreibung
des Berufsbilds vielleicht besser in das Kapitel "Ausbildung"
gepasst. Und eine klickbare Version der Linksammlung im WWW
hätte sich der Rezensent gewünscht. Aber das sind
Mäkeleien an einem ansonsten sehr empfehlenswerten Werk.
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| Wichtiger Hinweis: Der Buchautor
Klaus Meier ist gleichzeitig Autor für onlinejournalismus.de.
Wir versichern Ihnen, dass dies keinen Einfluss
auf den Tenor dieser Rezension hat. "Schönschreiben"
zum Zwecke der Verkaufssteigerung kommt bei uns
nicht in Frage. - Die Redaktion. |
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Bibliographische Angabe
Klaus Meier (Hg.): Internet-Journalismus. 3., überarbeitete
und erweiterte Auflage. UVK. Konstanz 2002. 488 Seiten. EUR
29,90.
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