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JAN ERIC HELLBUSCH 11.01.2005
Nur 60 Seiten Praxis sind zu wenig
Von Email an Roman Mischel sendenAndreas K. Bittner Druckversion dieses Artikels im neuen Fenster öffnen

Seit nunmehr zweieinhalb Jahren geistert der Begriff "barrierefrei" durch die digitale Debatte. Schon verwunderlich, dass sich ein Internet-Thema so hartnäckig behauptet. Vor allem, weil selbst Experten, Entscheider und Institutionen, die im nächsten Jahr von der Umsetzung der gesetzlich fixierten Barrierefreiheit betroffen sind, noch nicht so recht wissen, worum es geht. Ein Buch könnte Abhilfe schaffen - das erste deutschsprachige zum Thema.

"Barrierefreies Webdesign" von Jan Eric Hellbusch.

Nun ist im renommierten IT-Verlag dpunkt ein Praxishandbuch "Barrierefreies Webdesign" erschienen, das schon vor Erscheinen als Standardwerk gehandelt wurde und inzwischen in zweiter Auflage vorliegt.

5 + 1 Frage zur Barrierefreiheit

Die zahlreichen Aspekte des Barrierefreien Informationsdesigns, neben Inter- und Intranet sind auch graphische Programmoberflächen wie CD, DVD oder mobile Dienste angesprochen, lassen sich auf fünf Standardfragen reduzieren.

1. Was ist das? | 2. Wer muss das? | 3. Wem nutzt das?
4. Wie geht das? | 5. Was kostet das?

Und die Bonusfrage mit der immer dann zu rechnen ist, wenn das Thema in seiner Relevanz und Arbeitsintensität erkannt wurde: Sagen Sie mal die fünf wichtigsten Punkte, wie ich meine Webseite schnell barriere-ärmer bekomme.

Ein Standardwerk mit knapp 400 Seiten und zusätzlichen Beispielen, Anleitungen und Software-Tools auf CD sollte zumindest diese Fragen beantworten... doch zunächst ein wenig Hintergrund.

Steckbrief
Journalist Dr. Andreas K. Bittner befasst sich seit Jahren mit barrierefreiem Informationsdesign - vor allem unter technisch-kommerziellen Gesichtspunkten. Er berät Firmen, schreibt u.a. für die Website externer Linkbarrierekompass.de und ist Sprecher des Online-Ausschusses im DJV-Landesverband Bremen.

"Internet auf Krankenschein"

Eigentlich naheliegend, dass mensch sich über ein komplexes und kontrovers diskutiertes Internet-Thema am besten im Netz selbst informiert. Gar nicht so einfach. Denn zunächst sind die wichtigsten Seiten zu externer Linktechnisch (Web Accessibility Initiative (WAI)) und zu externer Linkamerikanisch (Website zum Buch "Building Accessible Websites"). Oder sind zu stark auf zwei wichtige Unterthemen der Barrierefreiheit verengt: externer LinkWebstandards (The Web Standards Project) und externer LinkCSS-Design (CSS-Technik-News Weblog). Sie sind zu externer Linktrendheischend (Barrierekompass), zu externer Linkstatisch (Stero Webservice) oder zu externer Linkwirtschaftsnah (Stiftung Digitale Chancen). Wer es genauer wissen will, tummelt sich ohnehin auf einschlägigen externer LinkMailinglisten (Listenübersicht - Barrierefreies Internet Mailing-Liste). Auch Teilaspekte wie externer Linkbehinderungskompensierende Technologien (barrierefrei-kommunizieren.de), externer LinkGebärdensprachvideos im Netz (Gebärdenwerk) oder externer LinkTestverfahren (BIK) zählen inzwischen zum Kanon der kleinen Spezialistenszene, die kaum mehr als 100 Köpfe stark sein dürfte. Nur wer wirklich muss, surft zu den einschlägigen Fachgremien, die in ihrer Nischenorientierung und Selbstbezogenheit wenig zu einer Ausbreitung des Barrierefreiheitsgedankens beitragen. Die drei letztgenannten, aber auch viele weitere Insider-Seiten, sind am Beginn des zweiten Web-Jahrzehnts nicht nur eine optische Zumutung, sondern nähren zugleich das Vorurteil, dass Barrierefreiheit augenscheinlich "Internet auf Krankenschein" sein muss.

Wenn selbst das Fachblatt c’t das Thema nur selten angeht (zuletzt in zwei Teilen mit der symptomatischen Überschrift "Webseiten für Sehbehinderte zugänglich machen" in Heft 18 und 19/04), scheint guter Rat teuer. Entwickler und Entscheider dürften weder Zeit noch Lust haben, die oben genannten Netzquellen anzuzapfen, um Antworten auf die fünf zentralen Fragen zu finden.

Bleiben noch zwei Links, die uns auch dem im November 2004 erschienenen Buch "Barrierefreies Webdesign" näher bringen. externer Linkwww.einfach-fuer-alle.de, der sogenannte AccessBlog der Aktion Mensch und externer Linkwww.barrierefreies-webdesign.de.

Die klugen Köpfe hinter diesen beiden Seiten, Tomas Caspers und Jan Eric Hellbusch, gehören zu den multipel vernetzten Doyens der deutschsprachigen Barrierefreiheitsgemeinde. Sie sind Autor (Hellbusch) und Ko-Redakteur (Caspers) des Buches und haben mehr als ein Dutzend Experten zu filigranen Sub-Themen der Barrierefreiheit um sich geschart. Herausgeber des vermeintlichen Standardwerkes ist das staatlich geförderte "externer LinkAktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik" (AbI-Projekt), eine wenig transparente und schwerfällige Institution, die allerdings gern die Deutungshoheit zum wichtigen Zukunftsthema Barrierefreiheit hätte.

Warum soviel Hintergrund zu einem simplen Buch? Weil es genau diese personellen und institutionellen Verstrickungen, Fähigkeiten und Vorlieben sind, die einer Ausbreitung des Barrierefreiheitsgedankens im Wege stehen und die auch das Publikationsprojekt haben scheitern lassen.

Barrierefreiheit ist ein vordergründig juristisches Thema an der Schnittstelle zweier "Gemeinden" - Menschen mit Behinderungen und Web-Entwickler - die bisweilen zu Selbstreferentialität, Fundamentalismus und Kauzigkeit neigen. Wer aber die "Köpfe und Herzen" von Entwicklern und Entscheidern gewinnen will, sollte dies ohne Political Correctness, esoterischen Fachjargon und vor allem wohlstrukturiert tun.

Gesetz und Groschenheft

Wichtigster Bezugspunkt für die Umsetzung von Barrierefreiheit ist eine Verordnung aus dem Jahre 2002, die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung, kurz BITV. Sie basiert auf nicht immer eindeutigen internationalen Richtlinien von 1999, also veralteten technologischen Standards. Sie ist stellenweise falsch übersetzt, lückenhaft und in sich widersprüchlich. Zugleich berücksichtigt sie nur einen Teilaspekt einer ursprünglich viel breiter angelegten Zugänglichkeit (externer Linkausführlich dazu (Barrierekompass)). Doch schon die BITV ist mit ihren 14 höchst interpretationsbedürftigen Anforderungen, die sich in 66 Prüfpunkte verästeln, ein Albtraum für Controller, Marketingverantwortliche und Webdesigner.

Es ist das Verdienst von Jan Eric Hellbusch, der selbst hochgradig sehbehindert ist, bereits im Jahre 2001 eine schmale Publikation herausgegeben zu haben. In schlichter Sprache, vertraulich duzend und quasi designfrei, erläutert er im Alleingang die wichtigsten Anforderungen an ein barrierefreies Webdesign. Lange vor der gesetzlichen Regelung (Juli 2002) und der letzten Umsetzungsfrist im Dezember 2005 für barrierefreie Internetpräsenzen. Für spottgünstige 4,09 Euro. Trotz seines Groschenroman-Flairs wurde es ca. 12.000 Mal verkauft. Weitere Informationen zum KnowWare-Heft finden Sie weiter unten. Wer einen Einstieg ins Thema sucht, sollte sofort zugreifen.

Seither ist das Web bunter, dynamischer und technisch anspruchsvoller geworden: Flash-Animationen, PDF-Dokumente, Videos im Netz, Online-Banking und Sitzplatzreservierung, mobiles Internet auf kleinen Handy-Displays oder in der Eisenbahn, Auszeichnungssprachen wie XML und SMIL. Und jedes dieser Themen bietet interessante Anwendungsfelder und Umsetzungsschwierigkeiten unter dem Aspekt der Barrierefreiheit.

Angesichts der traditionell guten Finanzausstattung und Lobbyarbeit der Sehbehinderten- und Blindenverbände in Deutschland, ist es nicht verwunderlich, dass Barrierefreiheit in der publizistischen Öffentlichkeit mit "blindengerecht" gleichgesetzt wird. Auch die Fachdebatten kreisen unverhältnismäßig häufig um die Schwächen und Besonderheiten von Screenreadern (Vorlesesoftware) oder Braillezeilen (spezielle Punktschriftdarstellung). Bei allem Respekt für die berechtigten Interessen blinder Surfer: Dies ist nur eine Dimension der vielfältigen Einschränkungen im Internet und rein quantitativ betrachtet längst nicht die wichtigste. (Diesen Aspekt verschweigt das Buch im übrigen, trotz stellenweise eingestreuter Statistiken.) Inzwischen gelingt es auch den Gehörlosen (Stichwort Gebärdensprache, Gebärdensprachvideos) besser, auf ihre speziellen Wünsche und Anforderungen aufmerksam zu machen. Aber auch für Menschen mit motorischen oder geistigen Behinderungen, Lern- und Leseschwierigkeiten, für Schlaganfallpatienten, Analog-Modembesitzer, funktionale Analphabeten, Migranten, die wachsende Zahl der Senioren im Netz und selbst Suchmaschinenoptimierer ist die spezifische Umsetzung von Barrierefreiheit von aktuellem Interesse. All diese Gruppen kommen deutlich zu kurz!

Das Praxishandbuch "Barrierefreies Webdesign"

Selbstverständlich ist es schlicht unmöglich, eine pragmatische Umsetzung der Barrierefreiheit unter allen vorgenannten Blickwinkeln von Mensch und Technik auch nur annähernd zwischen zwei Buchdeckel zu packen. Wer dies dennoch versucht, landet bei der ausufernden 52-seitigen Einführung des Buches. An diesem Flickenteppich hat fast ein Dutzend Autoren gewerkelt. Ein Sammelsurium von Schreibstilen, Kompetenzen, Detailverliebtheiten und persönliche Anliegen. Redundanzen, Widersprüche sowie unterschiedliche Definitionen inbegriffen.

Die wichtige Eingangsfrage (1. Was ist das?) wird nicht einmal annähernd beantwortet. Der interessierte Laie versteht gar nichts. Der Experte erkennt die Befindlichkeiten der Autoren und die filigranen Teilaspekte wieder. Schlimmer noch. Die Autoren orientieren sich fast sklavisch an der veralteten BITV, finden immer noch einen Dreh, diese ins Spiel zu bringen und geben doch zwischen jeder zweiten Zeile zu, dass Barrierefreiheit im Sinne der BITV nicht weiterbringt. Weil sie dies "eigentlich" erkannt haben, liebäugeln sie stets mit verwandten und deutlich ausgereifteren Disziplin der Usability (Gebrauchstauglichkeit) und der entsprechenden Norm, der ISO 9241.

"Barrierefreies Webdesign" von Jan Eric Hellbusch

Die zweite Frage (2. Wer muss das?) wird umständlich, aber nicht zufriedenstellend beantwortet. Faktisch ist die BITV eine Selbstverpflichtung der Bundesbehörden, die bis spätestens Ende 2005 umgesetzt sein muss. Die Protagonisten der Barrierefreiheit und damit auch die Buchautoren springen kreuz und quer durch die 66 Prüfpunkte, Tools und Spezialfälle, was zu einer grotesken Zahl von Querverweisen führt. Das Sendungsbewußtsein der Autoren (in der Barrierefreiheitsgemeinde weit verbreitet!) erstreckt sich aber auf das gesamte Web. Ständig werden wohlfeile Forderungen an die Privatwirtschaft gestellt. (Die meisten Beispiele beziehen sich auf Anwendungsfälle, die nix mit Behörden und damit auch nix mit der BITV zu tun haben.) Dabei ist klar, dass sich kommerzielle Anbieter nur dann mit dem Thema auseinandersetzen müssen, wenn sie das wollen. Und dazu müssten die technischen und ökonomischen Vorteile herausgearbeitet werden. Das geschieht in einer gelungenen Darstellung auf Seite 291. Zu spät.

Auf die nächste Frage (3. Wem nutzt das?) wird über das ganze Buch verteilt, aber selten prägnant eingegangen. Die Überbetonung des Aspekts Sehbehinderung haben wir bereits beklagt. In epischer Fast-Wissenschaftlichkeit wird auf unterschiedliche Arten der Farbfehlsichtigkeit eingegangen. Und immer wieder geht es um die Eigenheiten von Sreenreadern. Auch die Gehörlosen kommen zu Wort. Die ebenfalls raumgreifenden Ausführungen wirken aber wie nachträglich drangepappt. Fachlich und sprachlich hebt sich das Kapitel Filme im Web und Untertitelung (Audiodeskriptionen) wohltuend von den übrigen, bisweilen moralisierenden Ausführungen ab. Der Leser merkt, hier schreibt jemand über sein Steckenpferd. Profundes Spezialwissen, das allerdings für kaum eine Handvoll Web-Entwickler relevant ist. Es gibt weitere, informative und weit ausholende Beiträge, etwa zu PDF-Formaten und den umstrittenen Flash-Animationen (Macromedia).

Von einem Nachschlagewerk und Handbuch, so der eigene Anspruch, erwarten wir allerdings zunächst einmal solides Grundlagenwissen und weniger Spezialistentum. Das wichtige Problem "Verständlichkeit und einfache Sprache", das an unterschiedlichen Stellen im Buch aufpoppt, kommt in einem Kapitel so professoral verschwurbelt daher, das einem gleich ganz die Lust vergeht.

Das Buch richtet sich in erster Linie an Webgestalter, Entwickler und Informatiker. Damit kommen wir der Frage, die das Buch unbedingt beantworten sollte: 4. Wie geht das? Sie wird völlig unzureichend bearbeitet und geht zudem im Wust der Spezialfragen und Partikularinteressen unter. Die Stärke des Buches hätte sein können, dass die Autoren - unbestrittene Experten in ihrer Teildisziplin - prägnant und praxisorientiert in kurzen eigenständigen Kapitel "ihr" jeweiliges Thema behandeln. Statt dessen schreiben alle überall mit. Immerhin gibt es auf kurz vor Schluss, einen launigen Besinnungsaufsatz zur "Projektdurchführung" (S. 341). Das hätte am Anfang stehen sollen. Ein Leitfaden, der sich am Projektalltag der Webgestalter und -entwickler orientiert.

Standardkonformität, auf diese Grundvoraussetzung für die Entwicklung barrierefreier Internetangebote, also valides HTML und CSS, geht das Buch nicht explizit ein. Dabei ist Standardkonformität nicht nur "die halbe Miete", sondern auch das stärkste Argument pro Barrierefreiheit. Auch das drängende Thema Tests und Zertifikate zur Barrierefreiheit wird erst auf Seite 302 eingeführt. Web-Entwickler, die strukturiert, wenn nicht hierarchisch denken, werden sich zudem wundern, was alles in ein Kapitel (X)HTML, CSS und JavaScript gepackt wird. Da offenbart sich nicht nur die Haßliebe, die Autoren mit der BITV verbindet, sondern auch ihre unverhohlene Sympathie für die Usability. Zum handwerklich anspruchsvollsten Aspekt, dem CSS-Design, hat das Buch rein gar nichts zu bieten. Allerdings befindet sich auf der CD ein Tutorial von Kai "CSS-Praxis"
Laborenz. Barrierefreiheit und Redaktionssysteme (CMS) – dieses aktuelle wie schwierige Problem wird nicht einmal gestreift. Die beiliegende barrierefreie (!) CD verbessert zwar die Praxistauglichkeit des Buches ein wenig, kann das Gesamtprojekt indes nicht mehr retten.

Zur letzten Frage: 5. Was kostet das? Hier werden Entscheider und Marketingveranwortliche wach. Leider verdeutlicht das Buch an keiner Stelle ausreichend, dass Barrierefreies Webdesign kein esoterisches Spezialwissen, sondern erlernbares Handwerk und ein beachtlicher Lernprozeß ist. Saubere, standardkonforme Programmierung und ein kontinuierlicher Bewußtseins- und Qualitätsprozeß, der viele Unternehmensbereiche betrifft. Anders gesagt: Beachtliche Einmalkosten für Sensibilisierung, Abstimmung, Ausbildung und Umsetzung. Potentielle Zusatzkosten für Spezialaspekte (Gebärdensprachvideos, Redaktion für einfache Sprache). Schließlich die zu berücksichtigenden laufenden Kosten, wie sie jede Qualitätssicherung erfordert. Es reicht eben nicht, wenn Barrierefreiheit im Kopf und in den Herzen ankommt, sie muss auch in den Budgets berücksichtigt werden. Wenn die Autoren sich schon nicht an ein konkretes Zahlenwerk trauen, wäre eine Checkliste von Posten und Kosten sicherlich der wichtigste praktische Beitrag gewesen, den solch ein Buch leisten kann.

Noch etwas fehlt. Welches sind die fünf wichtigsten Maßnahmen, mit denen eine Internetpräsenz schnell barriere-ärmer gestaltet werden kann? Diese wohl häufigste Frage bei Veranstaltungen und Präsentationen - wird nicht beantwortet. Wo das Buch viel Wunschdenken und Spurenelemente der BITV enthält, wünschten wir uns mehr Pragmatismus: knackige Botschaften für Entscheider sowie die Praxistipps und Quick Fixes für die Macher. Denn es gibt keine Barrierefreiheit um ihrer selbst willen.

Was tun?

Dem hohen selbstformulierten Anspruch, nämlich ein Standardwerk zu sein, wird die Publikation keinesfalls gerecht. Wer nicht die eingangs genannten Referenzseiten absurfen möchte, sollte sich die 44 Euro dennoch sparen. Nur 60 Seiten Praxis sind für den Preis entschieden zu wenig. externer LinkSelfHTML und externer LinkCSS-Workshops bringen deutlich mehr für erste Bemühungen um Standardkonformität. externer LinkEbenfalls kostengünstig, die hervorragende Einführung "BITV für Alle", die als 60-seitiges PDF gratis im Netz steht. Wer noch mehr wissen möchte stöbert im Archiv des externer LinkFraunhoferinstituts oder schreibt sich gleich bei der Mailingliste ein. Oder er besorgt sich das KnowWare-Heft, "Webdesign für Menschen mit körperlichen Einschränkungen", das neu aufgelegt wurde (ISBN: 87-90785-75-4) für vier Euro. Dieses Heft erschien ursprünglich im Oktober 2001. Da die 1. Auflage ausverkauft ist, haben Autor und Verlag eine 2. Auflage erarbeitet. Und zwar komplett aktualisiert und in weiten Teilen neu geschrieben. Mit dabei: Thomas Mayer als Co-Autor.

Die gesparten 40 Euro können zum Beispiel an die Aktion Mensch gespendet werden. Die finanziert nicht nur das hervorragende Portal www.einfach-fuer-alle.de, sondern versteht es auch besser, die Öffentlichkeit für Menschen mit Behinderungen und deren Bedürfnisse zu sensibilisieren.

Christian Bühler (Hrsg.), Jan Eric Hellbusch: Barrierefreies Webdesign. Praxishandbuch für Webgestaltung und grafische Programmoberflächen. dpunkt.verlag, Heidelberg, 2004, 382 Seiten, EUR 44,00, ISBN 3-89864-260-7.

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