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BESTANDSAUFNAHME 16.10.2003
Ausbildung im Jahr 2003 (2)
Von Email an Fiete Stegers sendenFiete Stegers | externer LinkHomepage Druckversion dieses Artikels im neuen Fenster öffnen

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Hochschulen: Zweiter Spezial-Studiengang und kommerzielle Weiterbildung

Online-Journalismus hat sich als ein Teilgebiet in Journalistik-, Publizistik- und anderen einschlägigen Studiengängen etabliert, bestätigte [interner Link]eine von Dr. Wiebke Loosen geleitete Untersuchung der Universität Hamburg.

Knapp 20 Prozent der Veranstaltungen hätten einen Online-Bezug. Mehr als die Hälfte der Seminare setzten sich allerdings vornehmlich theoretisch mit dem Thema auseinander. Umfang und Art des Seminarangebots der einzelnen Institute hänge allerdings deutlich mit den dort tätigen Professoren und Lehrbeauftragten zusammen, stellte die Studie weiter fest.

Neben dem [externer Link]Diplom-Studiengang Online-Journalismus an der FH Darmstadt, der 2005 seine ersten Abgänger entlassen wird, gibt es seit dem Sommersemester 2003 [externer Link]an der Fachhochschule Köln einen zweiten einschlägigen Studiengang. Im Fachbereich Bibliotheks- und Informationswesen kann man dort in drei Jahren den Studiengang "Online-Redakteur" mit einem Bachelor abschließen.

Auch andere bislang nicht als Alma Mater künftiger Journalisten bekannte Hochschulen bieten Weiterbildungsprogramme für künftige Online-Journalisten an – gegen Gebühr. Offenbar wittern sie hier einen lukrativen Markt in der Akademiker-Fortbildung. Dazu gehören:

  • Die Tele-Akademie der FH Furtwangen bietet einen [externer Link]neunwöchigen Online-Kurs zum Einsatz des Internet in der Öffentlichkeitsarbeit zum Preis von 745 Euro an
  • In Halle bietet eine Institution mit dem griffigen Namen HALESMA/A.N.D.(Hallesche Europäische Journalistenschule für Multimediale Autorschaft / Alfred Neven Dumont) [externer Link]einen viertägigen Kurs "Online-Journalismus im Tagesgeschäft". Kursgebühr: 232 Euro. Das neue Institut ist ein Ableger der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und des DuMont Schauberg- Verlags aus Köln. Ab dem Wintersemester 2004 sollen weitere Angebote folgen.
  • Die gemeinsame Akademie für Weiterbildung der Universitäten Heidelberg und Mannheim bietet zum dritten Mal einen [externer Link]Kurs Online-Journalismus für Hochschulabsolventen an. Er läuft berufsbegleitend über sechs Monate und umfaßt sowohl E-Learning als drei mehrtägige Präsenzschulungen. Kostenpunkt: 1980 Euro.

Lehrbücher: Inzwischen gutes Angebot vorhanden

Eine gute Nachricht zum Schluss: Deutlich verbessert hat sich seit 2001 das Angebot an praktisch orientierten Hand- und Lehrbüchern in deutscher Sprache (siehe [interner Link]Buchtipps bei onlinejournalismus.de). Vielfach stammen sie von Journalisten-Ausbildern wie [externer Link]Stefan Heijink, [externer Link]Gabriele Hooffacker oder [externer Link]Klaus Meier, aber auch von unbekannteren Autoren mit Erfahrungen aus Technik, Webdesign oder Public Relations.

Fazit: Es bleibt spannend

Wie sich der Bedarf an Online-Journalisten in den nächsten Jahren entwickeln wird, ist unklar, und damit auch die Anpassung des Ausbildungsangebotes. Eine wichtiges Tätigkeitsfeld werden journalismusnahe Bereiche sein, Online-Redakteure, die die Webauftritte von Firmen, Institutionen und Organisationen inhaltlich betreuen.

Der Darmstädter Studiengang bietet seinen Studierenden deshalb an, sich im Hauptstudium auf Online-Journalismus oder Öffentlichkeitsarbeit zu spezialisieren.

In Bewegung bleiben auch die Entwicklungen in Sachen Medien-Konvergenz. Das Konzept des konvergenten Newsrooms, in dem die Nachrichtenströme für unterschiedliche Medien zusammenlaufen, scheint in der deutschen Ausbildungsentwickung noch keine Rolle zu spielen – anders als in den USA, wo immer wieder entsprechende Fähigkeiten von den Journalisten der Zukunft gefordert werden und mit dem [externer Link]Newsplex ein hochmodernes Ausbildungs- und Forschungszentrum zum Newsroom der Zukunft existiert.

(Dank an Sandra Kaupmann)

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